Wie du ganz einfach ein Moodboard für dein Business erstellst

Du stehst mit deinem Herzensbusiness in den Startlöchern.

Aber du weißt noch nicht genau, wie du es nach außen präsentieren kannst?

Welche Farben zu deiner Marke passen?
Welcher Bilderstil deine Botschaft am besten transportiert?
Für welche Schriften du dich entscheiden sollst?

Ein Moodboard hilft dir, Klarheit zu gewinnen. Du kannst deine Ideen sichtbar machen und entwickeln. Es unterstützt dich dabei, deinen Stil zu finden und deine Markenidentität zu entwickeln.

Mit Bildern lässt sich zeigen, was manchmal gar nicht so leicht in Worte zu fassen ist.

Nicht nur beim Branding hilft dir ein Moodboard, sondern auch wenn du ein Rebranding oder Redesign für dein Business planst.

In diesem Beitrag erfährst du Folgendes:

  1. Was ist ein Moodboard?
  2. Wozu brauche ich ein Moodboard?
  3. Wie erstelle ich ein Moodboard?
  4. Was kommt alles auf ein Moodboard?
  5. Moodboard-Tools & Vorlagen

Ein Moodboard zu erstellen ist super einfach und Spaß macht es auch noch!

Ein Moodboard bringt dir Klarheit beim Branding genauso wie beim Rebranding oder Redesign.

Was ist ein Moodboard?

Ein Moodboard ist eine Collage. Es enthält vor allem Bilder und Grafiken. Auch Farben, Worte, Muster oder Texturen können darauf zu finden sein. „Mood“ ist englisch für „Stimmung“ und „Board“ heißt „Tafel“ oder „Brett“.

Du kannst dein Board digital am Bildschirm zusammenstellen genauso wie physisch eine Pinnwand füllen oder mit Schere und Kleber ein Kunstwerk schaffen, das du dir ins Büro hängst.

Dein Moodboard soll die Emotionen vermitteln, die deine Wunschkund:innen empfinden, wenn sie deine Marke sehen. Es macht deine Persönlichkeit und Werte und sichtbar und fühlbar.

Dein Board verschafft einen allerersten Eindruck deiner Markenidentität. Es dient als Inspiration und Grundlage für die Entwicklung aller weiteren Projekte wie deiner Website, deines neuen Logos oder der Verpackung deiner handgefertigten Naturkosmetik.

Wozu brauche ich ein Moodboard?

Ein Moodboard eine wertvolle Hilfe, wenn du deine Markenidentität entwickelst. Ob du dein Unternehmen gerade frisch gründest oder nach großen Veränderungen dein Branding überdenkst – starte am besten mit einem Moodboard.

Du kannst Klarheit gewinnen, wenn du dich mit deiner Persönlichkeit, deinen Werten und Zielen beschäftigst. Nimm dir Zeit, um in deine Unternehmensidentität einzutauchen. Frag dich, was deine Wunschkund:innen fühlen sollen, wenn sie deine Marke sehen, während du dein Material zusammenstellst.

Auch wenn du da schon sehr klar bist, kann dir ein Moodboard Bestätigung geben. Du hast deinen Stil immer im Blick. Du weißt, in welche Richtung du gehen willst, wenn du deine Markenidentität entwickelst und Marketingmaterialien erstellst.

Außerdem sparst du Zeit, Geld und Mühe bei der Suche nach Farben, Fotos oder dem Design deiner Website. Denn du hast deinen Markenstil vor Augen und weißt, was passt und was du getrost weglassen kannst.

Wenn du Mitarbeiter:innen hast, verstehen diese gleich, worum es bei deiner Marke geht. Deiner Grafikdesignerin oder deinem Grafikdesigner hilft dein Moodboard, deine Vorstellungen in ein unverwechelbares Logo oder Corporate Design zu übersetzen.

Mit einem Moodboard kannst du deine Ideen und Wünsche für deine Marke sichtbar und fühlbar machen, so wie es mit Worten allein gar nicht möglich wäre.

Wie erstelle ich ein Moodboard?

Lass deiner Kreativität freien Lauf! Lass dich inspirieren und sammle einfach drauflos: Bilder, Textstücke, Farben, Muster… Alles, was deinen Markenstil unterstreicht. Alles, womit du deine Botschaft zeigen kannst und deine Wunschkund:innen emotional erreichst.

Du kannst dein Moodboard digital erstellen, mit deinem Lieblingsprogramm oder einem Onlinetool, z.B. Canva.

Genauso kannst du dir aber auch Schere und Kleber schnappen und dein Board physisch gestalten. Hast du auch so einen Stapel an Zeitschriften und Magazinen? Blätter drauflos und schneide das Passende aus.

Erstmal kannst du alles sammeln, was dir stimmig vorkommt.

Dann geht es an den schwierigsten Teil: das Aussortieren. Auf dein Moodboard kommen nur die Favoriten, die perfekt zu deinem Stil passen. Versuch dabei, nicht nur nach deinem eigenen Geschmack zu wählen, sondern denk auch daran, was deine Lieblingskundin oder dein Lieblingskunde mögen würde. Du kannst dir einfach vorstellen, diese Person würde bei der Auswahl mit dir am Tisch sitzen.

Etwa 5‒8 Bilder und Elemente reichen aus. Es geht hier erstmal um ein Gefühl für dein Marke, einen ersten Eindruck, ein grobes visuelles Konzept.

Ein Moodboard für dein Business zu erstellen geht nicht nur leicht, sondern macht auch Spaß.

Was kommt alles auf ein Moodboard?

Es gibt keine Regeln. Auf dein Board kommt, was deine Unternehmensidentität zeigt und fühlbar macht. Was deinen einzigarten Stil ausmacht und deine Marke unterstützt.

Die meisten Moodboards beinhalten:

  • Bilder & Fotos
  • Text & Buchstaben
  • Farben
  • Muster & Formen
  • Texturen & Materialien
  • Inspirierende Bilder & Fotos

Du kannst natürlich deine eigenen Fotos und Bilder verwenden.

Oder welche von denen, die du aus deinem Zeitschriften-Stapel ausgeschnitten hast.

Wenn du online stöbern möchtest und auf der Suche nach kostenfreien Bildern bist, kannst du einen Blick auf diese Seiten werfen:

Es gibt noch unzählige weitere Stockfoto-Anbieter. Viele Moodboard-Tools haben eine Menge an Bildern, aus denen du direkt wählen kannst. Auch bei Pinterest kannst du schauen.

Beachte bitte immer die Urheberrechte und Lizenzbedingungen. Das ist besonders wichtig, wenn du dein Moodboard öffentlich zeigen möchtest.

Es geht hier erstmal einfach um die Bildstimmung, einen ersten Eindruck. Du brauchst noch nicht konkret nach Fotos zu suchen, die du später tatsächlich für dein Branding verwenden möchtest.

Schriften, Buchstaben & Worte

Hier kannst du einzelne Buchstaben, Wörter, Textelemente oder auch inspirierende Zitate einfügen.

Kostenlose Schriften findest du bei Google Fonts.

Wenn du ein Online-Tool nutzt, wie Canva, Adobe Spark oder Niice, kannst du dort auch zwischen vielen Schriftarten und Textelementen wählen.

Farben & Farbpaletten

Auch Farben transportieren Emotionen. Jede Farbe hat eine Bedeutung und ihre eigene Kraft, die du für dein Branding nutzen kannst.

Du brauchst für dein Moodboard noch keine aufgefeilte Farbpalette zu definieren. Es reicht eine erste Idee.

Hier eine kleine Übersicht der Wirkung und Bedeutung von Farben:

  • Weiß: sauber, minimalistisch, rein, verlässlich, heilend, luftig, leicht, vollkommen, ausgewogen, strahlend, neutral
  • Braun: freundlich, natürlich, erdig, sicher, hygge, bodenständig, gemütlich, ehrlich, geborgen, rustikal
  • Rosa/Pink: optimistisch, luxuriös, sanft, schützend, süß, girly, charmant, freundlich, verspielt
  • Schwarz: stilvoll, kraftvoll, luxuriös, elegant, mystisch, wertvoll, exklusiv, formal, privat, edel
  • Türkis/Petrol: erfrischend, besonnen, kühl, beruhigend, klar, humorvoll, wach, harmonisch
  • Lila/Violett: fantasievoll, magisch, königlich, spirituell, kreativ, fortschrittlich, geheimnisvoll, inspirierend, exklusiv
  • Grau: klassisch, dezent, neutral, weise, elegant, professionell, ausgewogen, seriös
  • Orange: fröhlich, freundlich, kreativ, aktiv, vital, optimistisch, dynamisch, frisch, warm
  • Gelb: sonnig, freundlich, wach, kreativ, intelligent, warm, optimistisch, jugendlich, fröhlich
  • Grün: natürlich, ruhig, harmonisch, erholsam, vielseitig, erfolgreich, lebendig, gesund, beruhigend, frisch
  • Rot: dynamisch, belebend, leidenschaftlich, modern, mutig, jugendlich, auffällig, warm
  • Blau: harmonisch, beruhigend, entspannend, sachlich, luftig, leicht, besonnen, kräftig, gelassen

Für Inspiration zu Farbwelten und Farbpaletten eignet sich Pinterest prima.

Wenn du schon ein wenig mehr in die Tiefe gehen möchtest, dann kannst du eins der zahlreichen Onlinetools dafür nutzen. Hier eine kleine Auswahl:

Wenn du mehr über die perfekt passenden Farben für dein Business wissen möchtest, dann schau dir den Blogbeitrag „Wie du die Kraft der Farben für dein Branding nutzen kannst“ an.

Muster & Formen

Geometrisch und sachlich? Organisch und natürlich? Vielleicht soll es auch ein zartes Blumenmuster sein oder Aquarell?

Texturen & Materialien

Du möchtest Graspapier für deine Verpackungen verwenden oder deine handgefertigten Schmuckstücke in moosgrüne Stoffbeutel verpacken? Ab damit auf dein Board, entweder als digitales Bild oder als physisches Musterstück.

Moodboard-Tools & Vorlagen

Wenn du dein Moodboard digital erstellen möchtest, dann kannst du einfach dein Lieblingsprogramm nutzen. Egal, ob Word, PowerPoint oder Photoshop.

Du kannst auch eins der zahlreichen Tools online verwenden. Das geht super einfach und meistens kostenlos. Außerdem kannst du direkt mit vorgefertigten Vorlagen arbeiten.

Einige dieser Tools stelle ich dir hier kurz vor:

Canva

Vielleicht nutzt du Canva schon für deine Social Media-Grafiken? Canva ist ein Design-Tool, das ganz einfach per Drag-and-Drop funktioniert. Es gibt dort eine Menge Designs und Elemente, so wie Bilder, Grafiken, Schriften und Formen.

Auch Moodboards kannst du hier sehr einfach erstellen. Wähle einfach eine der Moodboard-Vorlagen aus und passe sie nach deinen Vorstellungen an.

Pinterest

Die Plattform Pinterest eignet sich wunderbar als Inspirationsquelle. Du kannst dort verschiedene Pinnwände erstellen und Bilder darauf zusammenstellen. Erstelle einfach eine neue Pinnwand für dein Moodboard und leg los.

Die Pinnwände sind normalerweise öffentlich. Damit deine Moodboard-Pinnwand nur für dich sichtbar ist, kannst du sie jedoch als „geheim“ festlegen.

Allerdings kann man sich beim Stöbern bei Pinterest wunderbar verzetteln. Schwupps, träumst du von der neuen Wohnzimmer-Deko oder planst eine Kräuterspirale für den Garten. Ich spreche da aus Erfahrung 😉

Adobe Spark

Auch mit Adobe Spark kannst du dein Moodboard innerhalb von Minuten per Drag-and-Drop erstellen.

Hier wählst du zunächst ein Format. Dann stöberst du entweder durch die vorhandene Bilder-Bibliothek oder lädst deine eigenen Fotos hoch. Außerdem kannst du zum Start gleich eine der vorgefertigten Moodboard-Vorlagen wählen.

Dann kannst du Fotos ersetzen oder einfügen und zwischen vielen Designelementen, wie Text, Symbolen oder Illustrationen wählen.

Niice

Bei Niice Niice kannst du ähnlich nach Inhalten stöbern wie bei den bisher beschriebenen Tools. Entweder suchst nach Inhalten oder du lädst sie hoch und fügst sie in deine Vorlage ein. Zudem lassen sich die Kacheln für die einzelnen Inhalte in Größe und Anordnung anpassen.

Dein Board kannst du über einen privaten Link mit anderen teilen, die dir zu den einzelnen Elementen Feedback hinterlassen können.

Niice kannst du erst nach einer kostenlosen Registrierung nutzen, denn das Tool ist kostenpflichtig. Es gibt aber eine kostenlose, reduzierte „Free“-Version.

Nichts ist in Stein gemeißelt

Oder für immer auf Papier geklebt.
Oder in alle Ewigkeit auf dem Rechner gespeichert.

Du weißt ja: Das Leben ändert sich und dein Herzensbusiness entwickelt sich weiter.

Komm jederzeit zurück und passe dein Brandboard an, denn es wächst mit dir.

Hast du Fragen? Möchtest du mir dein Moodboard zeigen? Dann immer her damit, ich freu mich drauf!

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