Logo-Dateiformate und wie du sie nutzt

Logo-Dateiformate und wie du sie nutzt

Annika Lind
von Annika Lind

Dein funkelnagelneues Logo ist endlich fertig und gerade hast du die Dateien erhalten. Jetzt ab auf die Website damit! Und in die Kundenpräsentation, den Briefbogen und zu Canva für die nächsten Instagram-Posts. Aber Moment… was bitte ist das für ein Dschungel an Dateien? EPS, JPG, SVG… und jetzt? Welche Logo-Dateiformate eignen sich wofür?

Das erfährst du in diesem Beitrag. So dass du dein Logo ganz einfach verwenden kannst und nie wieder ratlos vor dem Datei-Wirrwarr stehen musst – egal ob Web, Print oder Social Media.

Vektoren & Pixel

Die Begriffe „Vektorgrafik“ und „Pixelgrafik“ sind dir bestimmt schon mal begegnet. Aber was ist der Unterschied und in welchem Format sollte dein Logo sein?

Vektorgrafiken bestehen aus Linien und Kurven. Sie können vergrößert und verkleinert werden, ohne dass sie an Qualität verlieren. In diesem Format kann dein Logo so groß wie ein Messebanner sein oder so klein wie ein Mini-Sticker. Von einer Auflösung sind sie deshalb unabhängig. Die Originaldatei deines Logos sollte immer im Vektorformat sein.

Vektorbasierte Grafiken sind z.B. AI und EPS.

Pixelgrafiken bestehen aus einfarbigen, kleinen Bildpunkten. Die Größe der Grafik hängt von der Anzahl dieser Punkte ab. Wenn du eine Grafik im Pixelformat vergrößerst, wird sie unscharf und „pixelig“. Wenn du eine Pixeldatei fürs Web nutzen möchtest, reichen 72 dpi Auflösung. Bei Verwendung in Drucksachen sollten es nicht unter 300 dpi sein. Verwende dein Logo möglichst in der Größe, in der es abgebildet wird.

Pixelbasierte Grafiken sind z.B. JPG, PNG und GIF.

Schau dir hier den Unterschied zwischen Vektor- und Pixelgrafik an, wenn sie vergrößert werden:

Vergleich Vektorgrafik und Pixelgrafik am Beispiel eines Logos

RGB & CMYK

Der RGB-Farbraum ermöglicht die Darstellung an Bildschirmen und findet Anwendung beim Webdesign oder Bildern und Grafiken für die Bildschirmdarstellung. Die drei Grundfarben der additiven Farbmischungen sind Rot, Grün und Blau. Deshalb nennt man es auch den RGB-Farbraum. Durch Addieren des Lichts entstehen die verschiedenen Farben. Werden alle drei Grundfarben zu gleichen Teilen gemischt, erhält man Weiß. Alle Monitore stellen die Farben je nach Einstellung etwas anders dar.

Der CMYK-Farbraum wird für gedruckte Produkte genutzt. So können Farben auf Papier oder anderen Materialien dargestellt werden. Bei der subtraktiven Farbmischen sind Cyan, Magenta und Gelb die Grundfarben. Hier wird kein Licht gemischt, sondern Pigmente. Durch das Mischen der Grundfarben entstehen verschiedene Farben. Je mehr Pigmente, desto mehr Licht wird absorbiert. Mischt man die drei Grundfarben zu gleichen Teilen, erhält man theoretisch Schwarz. Weil dieses Schwarz bei der Printproduktion aber ziemlich matschig aussieht, hat man um die vierte Farbe „Key“ (= Schwarz) ergänzt.

Oft sind für dein Logo zusätzlich Sonderfarben wie Pantone oder HKS festgelegt.

Außerdem sollte es dein Logo auch in rein schwarz und rein weiß geben.

Wichtig für dich: RGB bezieht sich auf Bildschirmdarstellung, CMYK sowie Sonderfarben finden Anwendung bei der Druckproduktion. 

In diesem Blog-Beitrag findest du mehr zum Thema Farbe: Farbenlehre kurz und knackig

Unterschied RGB- und CMYK-Farbraum für digitale und gedruckte Logos

Originaldatei

Logos werden meistens im Programm Adobe Illustrator erstellt.

AI (Adobe Illustrator)

Aus dieser Originaldatei, auch „Source File“ oder „offene Datei“ genannt, können alle weiteren Logo-Dateiformate erstellt werden. Diese Datei lässt sich in Adobe Illustrator, aber auch in Freehand, Affinity Designer oder Corel Draw öffnen.

Wenn möglich, sollte auch eine AI- oder EPS-Datei des Logos zur Verfügung gestellt werden. Aus diesen Formaten können alle anderen Dateiformate erstellt werden. Nicht alle Designer:innen bieten diese Möglichkeit an, da das Logo dann ohne vorherige Absprache verändert werden kann. Wenn du dein Logo aber flexibel in verschiedenen Kontexten einsetzen willst oder zukünftige Anpassungen vornehmen möchtest, kann es sich lohnen, diese Option zu besprechen.

Ein kurzer Hinweis: Wenn du dein Logo designen lässt, erwirbst du normalerweise Nutzungsrechte daran und die Designerin oder der Designer bleiben Urheber. Wenn du etwas am Logo verändern möchtest, solltest du ein Bearbeitungsrecht vereinbaren.

Wenn du dein Logo als einzelne Datei an einen Print-Dienstleister oder Grafikdesigner sendest, wähle am besten die AI und/oder EPS-Datei.

Logo-Dateiformate für Drucksachen

Für Printprodukte brauchst du dein Logo im CMYK-Modus sowie eventuell in Sonderfarben (HKS & Pantone). Am besten verwendest du eine Vektorgrafik. Bei einer Pixelgrafik sollte die Auflösung mindestens 300 dpi haben.

Einsatz: Flyer, Visitenkarten, Briefbogen, Poster etc.

EPS (Encapsulated PostScript)

EPS ist ein Standardformat für Vektordateien. Auch diese Datei lässt sich in Adobe Illustrator, sowie Freehand, Affinity Designer oder Corel Draw öffnen. Es können weitere Dateiformate daraus erstellt werden. EPS-Dateien lassen sich ohne Qualitätsverlust skalieren und haben einen transparenten Hintergrund.

Ich empfehle dir das EPS-Format als erste Wahl, wenn du dein Logo für Drucksachen verwendest.

Wenn sich kein EPS im Programm platzieren lässt, musst du eine Alternative wählen.

PDF (Portable Document Format)

Wenn du von der Designerin oder dem Designer eine PDF-Datei erhalten hast, ist das ziemlich wahrscheinlich eine Vektordatei. (PDF-Dateien können allerdings auch Pixelgrafiken enthalten.) PDF ist ein häufig genutztes Dateiformat. Wenn du die Datei öffnen möchtest, geht das ganz einfach mit dem Acrobat Reader. Dieser ist auf vielen Geräten schon vorinstalliert, du findest ihn aber auch online zum Download. PDF-Dateien lassen sich in vielen Programmen platzieren.

JPG (Joint Photographic Experts Group)

JPG-Dateien bestehen aus Pixeln und lassen sich nicht ohne sichtbaren Qualitätsverlust skalieren.

Der Hintergrund ist nicht transparent. Nutze dein Logo für Drucksachen als JPG mit einer Auflösung von 300 dpi und vermeide möglichst, es zu vergrößern.

Logo-Dateiformate für digitale Medien

Für deine Website und digitale Medien nutzt du dein Logo im RGB-Farbmodus. Es reicht eine Auflösung von 72 dpi.

Einsatz: E-Mail-Signaturen, Social Media, PowerPoint-Präsentationen etc.

SVG (Scalable Vector Graphics)

SVG-Dateien sind Vektorgrafiken und lassen sich ohne Qualitätsverlust vergrößern. Der transparente Hintergrund macht den Einsatz flexibel. SVG-Dateien sind ideal für die digitale Darstellung von Logos, Icons und einfachen Grafiken.

Für digitale Medien empfehle ich dir das SVG-Format als erste Wahl.

Achtung: Nicht alle Programme unterstützen SVG gleich gut.
Zum Beispiel in E-Mail-Signaturen wird dein Logo als SVG oft nicht korrekt angezeigt – hier ist ein PNG die bessere Wahl.

PNG (Portable Network Graphic)

PNG-Dateien bestehen aus Pixeln. Sie lassen sich mit transparentem Hintergrund abspeichern.

So kannst du dein Logo auf einen farbigen Hintergrund setzen. Achte darauf, dein Logo nicht zu vergrößern, da es sonst unscharf wird. Es sollte immer in der genau passenden Größe exportiert und verwendet werden. Als Auflösung reichen für digitale Medien 72 dpi.

Wenn du auf deiner Website keine SVG-Datei hochladen kannst, ist eine PNG-Datei in passender Größe die nächstbeste Wahl.

JPG (Joint Photographic Experts Group)

Eine JPG-Datei ist eine Pixelgrafik und hat meistens eine kleinere Dateigröße als ein PNG. Im RGB-Modus eignet sie sich für digitale Medien. JPG-Dateien lassen sich in vielen Programmen öffnen und einfügen. Allerdings ist kein transparenter Hintergrund möglich. Auch hier reichen 72 dpi Auflösung und du solltest das Logo nicht vergrößern.

ICO/PNG für Favicon

Das Favicon ist ein kleines Icon, das du auf deine Website hochladen kannst. Webbrowser verwenden es, damit das Icon z.B. in den Tabs oder bei den Favoriten als kleines Bild erscheint. Es hat eine Größe von 16 x 16 Pixeln oder 32 x 32 Pixeln und heißt meistens „favicon.ico“.

Brandboard & Farbcodes

Für dein Logo oder Brand Design erhältst du meistens auch ein Brandboard. Das ist eine kurze Übersicht über dein Logo, die Logo-Varianten sowie deine Farbpalette. Vielleicht hast du auch einen ausführlichen Styleguide mit Story, Bilderwelt und Typografie.

Auf jeden Fall solltest du aber die Farbcodes deines Logos zur Hand haben. Am besten in CMYK, RGB, HEX und ggfs. festgelegten Sonderfarben.

Logo-Dateiformate: Zusammenfassung & Kurzübersicht

Die Originaldatei oder „offene Datei“ ist meistens im Dateiformat AI gespeichert. Für Drucksachen eignen sich vor allem EPS, aber auch PDF & JPG. Für digitale Medien verwendest du am besten SVG, oder auch PNG & JPG. Deine Website erhält ein Favicon mit dem Format ICO oder PNG.

Es ist wichtig, dass du je nach Einsatz das passende Dateiformat verwendest, damit dein Logo immer richtig gut aussieht. Deine Designerin oder dein Designer sollte dir dein Logo in allen gängigen Formaten für Web und Print zur Verfügung stellen. 

Kleines Geschenk: PDF-Download zur Übersicht der Logo-Dateiformate

Ich weiß, das mit den Logo-Dateiformaten kann verwirrend sein – aber keine Sorge, ich hab was für dich! Damit du den Überblick behältst und immer das richtige Format für deine Bedürfnisse findest, gibt’s hier eine praktische PDF-Übersicht zum Download.

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