Du hast deine Markenfarben gefunden. Yay! 🎉 Wie holst du deine Palette aus der Theorie in die Praxis – und zwar so, dass sie wirklich wirkt? Wie wird deine Farbpalette nicht nur zur hübschen Datei auf dem Computer, sondern zum gelebten Teil deiner Marke?
Genau darum geht es in diesem Artikel: Ich zeige dir, wie du deine Markenfarben ganz selbstverständlich in deinem Business-Alltag einsetzt – kreativ, strategisch und mit genau der Portion Persönlichkeit, die dich ausmacht.
Dieser Beitrag ist Teil meiner Farbserie. Wenn du ganz am Anfang stehst, könnten dich auch diese Artikel interessieren:
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Und wenn du deine Palette schon hast – let’s go! 🎉
Farben sind nicht nur Dekoration
Markenfarben sind nicht einfach nur Dekoration. Das ist klar, oder? Sie sind Ausdruck deiner Haltung, deiner Werte, deiner Persönlichkeit. Sie machen das sichtbar, was du ausstrahlen möchtest – und das am besten auch noch konsequent.
Deshalb ist es nicht damit getan, irgendwo einen Farbbalken in einer der Palettenfarben einzufügen und zu hoffen, dass das Branding „irgendwie spürbar“ wird. Farbe wirkt viel stärker, wenn sie bewusst eingesetzt wird.
Mein Tipp: Lege gezielt fest, wo deine Farben strahlen dürfen – und wo Zurückhaltung besser wirkt. Diese Klarheit sorgt dafür, dass dein Auftritt nicht nur schön aussieht, sondern auf den ersten Blick nach dir aussieht.
Farben smart und konsistent einsetzen
Jetzt wird’s praktisch! Hier ein paar meiner Lieblingsideen, wie du deine Markenfarben ganz einfach im Alltag sichtbar machen kannst:
1. Social Media
- Verwende deine Highlight-Farbe für Textfelder, Headlines oder Infografiken in Karussell-Posts – so entsteht sofort Markenbindung
- Erstelle dir eigene Vorlagen in Canva oder Adobe Express, in denen deine Markenfarben hinterlegt sind – für Stories, Reels, Feed-Posts oder Highlight-Cover.
- Setze kleine Farbakzente, zum Beispiel bei Pfeilen, Rahmen oder Icons – subtil, aber extrem effektiv für die Wiedererkennung.
- Zeig dich selbst in markentypischen Farben: Kleidung, Accessoires, Statement-Ohrringe, Nagellack oder auch Kaffeebecher.
- Filter oder Presets in deiner Farbwelt unterstützen den Look (z.B. warme vs. kühle Stimmung, entsättigte Farben, Kontraste passend zur Palette). Achte hier aber unbedingt darauf, dass es wirklich passt, nicht zu viel wird und konsistent bleibt.
2. Newsletter & Freebies
- Nutze eine deiner Markenfarben für Call-to-Actions (z.B. Buttons oder Links), damit die Leser:innen wissen: Ah, das ist klickbar!
- Setze deine Farben im Aufbau deiner E-Mail ein: Headlines, Divider, kleine Grafiken oder Icons im Farbschema.
- PDFs wie Freebies, Worksheets oder kleine Guides dürfen optisch ruhig etwas hermachen: Farbbalken, Kästen, farbige Icons oder kleine Illustrationen – mit System!
- Am besten definierst du ein Farbschema: z.B. Primärfarbe für Überschriften, Sekundärfarbe für Infoboxen, Akzentfarbe für Hinweise.
- Wenn du typografisches Design magst: Definiere Farbkombinationen für Texthierarchien – so wird sofort klar, was wichtig ist.
3. Zoom & Video
- Bring Farbe ins Bild: Kleidung, Lippenstift, dein Notizbuch, der Kaffeebecher – diese kleinen Elemente machen den Look rund.
- Du kannst auch mit Deko-Elementen im Hintergrund arbeiten (z.B. Blumen, Licht, Vasen – alles dezent farblich abgestimmt).
- Wenn du Reels oder YouTube-Videos machst: Wiederhole deine Farbwelt z. B. in Intro-/Outro-Grafiken.
- Verwende die gleichen Farben für Untertitel oder Texteinblendungen.
- Und lass den virtuellen Strand mal weg – zeig lieber echte Persönlichkeit! Ob Bücherwand, Pflanzen-Ecke oder deine Statement-Farbwand: Authentisch wirkt immer stärker als virtuell glattgebügelt. 😉
4. Website & Blog
- Lege fest: Welche Farbe ist für welche Funktion da? Zum Beispiel Überschriften, Links, Buttons, Hover-Effekte, Hintergründe.
- Nutze Farben nicht nur zur Deko, sondern als Strukturhilfe. Sie helfen deinen Leser:innen, sich zurechtzufinden.
- Blog-Grafiken, Zitatboxen oder Download-Buttons im Corporate Color-Look wirken auch viel professioneller (und viel mehr du).
- Wenn du mehrere Content-Angebote oder Kategorien hast, kannst du auch mit Farbcodierung arbeiten – z.B. jede Rubrik bekommt eine eigene Akzentfarbe.
5. Offline-Materialien & Live-Auftritte
- Klassisch, aber wichtig: Visitenkarten, Postkarten, Workbook-Designs, Präsentationsfolien – alles kann im Farbschema erscheinen.
- Wenn du Workshops oder Vorträge hältst: Gestalte z.B. deine Flipcharts oder Handouts passend zu deinem Branding.
- Denk auch an die kleinen Details: Stifte, Notizblöcke, Taschen oder sogar deine Brille – Markenfarben dürfen so richtig Spaß machen. 😄
- Und natürlich dein Outfit: Gerade bei Live-Events oder Business-Fotoshootings kann ein gezielter Farbakzent (Schal, Schmuck, Nagellack...) Wunder wirken.
Lass deine Farben wirken
Gerade wenn man Farben liebt, will man sie am liebsten überall einzusetzen, klar. Aber: Farben brauchen Luft zum Atmen. Sie entfalten ihre Wirkung oft dann am besten, wenn sie gezielt und mit Raum eingesetzt werden.
Nutze bewusst Kontraste, Weißräume und Akzente. Weniger Farb-Feuerwerk, mehr Lieblingsfarbe mit Wirkung – so bleibt dein Look klar und trotzdem ganz du.
Und wenn du dich fragst: „Wirkt mein Branding stimmig?“ – spür mal rein. Nicht nur mit dem Kopf. Sondern mit deinem Gefühl.
Deine Farben zeigen, wofür du stehst. Und das darf man ruhig sehen.
Deine Palette ist mehr als Design. Sie ist Teil deines Ausdrucks. Und ja, sie darf Spaß machen. Sie darf leuchten, flüstern, überraschen, begleiten. Nicht nur auf deiner Website, sondern in deinem ganzen Business-Alltag.
Du darfst Farbe zeigen – auf deine Weise. Mal laut, mal leise. Mal knallig, mal zurückhaltend. Aber immer: echt du.
Und jetzt du!
Wo sind deine Farben aktuell am stärksten sichtbar? Und wo dürfen sie noch mutiger auftreten?
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Bleib bunt, bleib mutig 💜