Moodboard erstellen: Dein erster Schritt zum Brand Design

Moodboard erstellen: Dein erster Schritt zum Brand Design

Annika Lind
von Annika Lind

Ein Moodboard bringt dein Branding auf den Punkt: Farben, Stimmungen und Bildstile werden greifbar und zeigen, was deine Marke ausmacht.

Egal, ob du gerade startest oder dein Branding professioneller gestalten willst – ein Moodboard hilft dir, deine Ideen zu visualisieren und weiterzuentwickeln.

  • Welche Farben passen zu deiner Marke?
  • Welcher Bildstil transportiert deine Botschaft?
  • Welche Schriften unterstreichen deine Markenpersönlichkeit?

Mit Bildern kannst du ausdrücken, was Worte allein nicht schaffen. Ein Moodboard ist wie ein magischer Schlüssel zu deiner Markenwelt!

Das erwartet dich in diesem Guide:

☑️ Was ist ein Moodboard?
☑️ Warum brauchst du eines?
☑️ Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung
☑️ Moodboard-Inhalte & Tools

Ein Moodboard zu erstellen ist einfach – und macht Spaß! Lass uns loslegen. 

1. Was ist ein Moodboard?

Ein Moodboard ist eine Collage. Es enthält hauptsächlich Bilder und Grafiken. Es kann aber auch Farben, Wörter, Muster oder Texturen enthalten. „Mood“ ist das englische Wort für „Stimmung“ und „Board“ bedeutet „Tafel“ oder „Brett“.

Du kannst dein Board digital am Bildschirm zusammenstellen, physisch eine Pinnwand füllen oder mit Schere und Kleber ein Kunstwerk gestalten, das du dir ins Büro hängst.

Dein Moodboard soll die Emotionen vermitteln, die deine Wunschkund:innen empfinden, wenn sie deine Marke sehen. Es macht deine Persönlichkeit und deine Werte sichtbar und fühlbar.

Dein Board vermittelt einen ersten Eindruck von deiner Markenidentität. Es dient als Inspiration und Grundlage für die Entwicklung aller weiteren Projekte wie deine Website, dein neues Logo oder die Verpackung deiner handgemachten Naturkosmetik.

2. Warum brauche ich ein Moodboard?

Ein Moodboard hilft dir, deine Markenidentität klar zu definieren – egal, ob du gerade startest oder dein Branding überarbeitest. Es macht sichtbar, was deine Marke ausmacht: deine Werte, deine Persönlichkeit und die Emotionen, die du bei deinen Wunschkund:innen wecken willst.

Deine Vorteile:

  • Klarheit gewinnen – Du erkennst deinen Stil und hast eine visuelle Leitlinie für Farben, Bildstil & Co.
  • Zeit & Geld sparen – Schluss mit ewiger Suche nach passenden Designelementen!
  • Markenidentität festigen – Dein Moodboard hält dein Branding konsistent und erlebbar.
  • Bessere Zusammenarbeit – Dein Grafikdesigner versteht sofort, welche Richtung du möchtest.

Mit einem Moodboard kannst du ausdrücken, was Worte allein nicht schaffen – es ist dein visueller Kompass für dein Branding!

3. Wie erstelle ich ein Moodboard?

Lass deiner Kreativität freien Lauf! Lass dich inspirieren und sammle: Bilder, Texte, Farben, Muster... Alles, was deinen Markenstil unterstreicht. Alles, womit du deine Botschaft zeigen kannst und deine Wunschkund:innen emotional erreichst.

Du kannst dein Moodboard digital erstellen, mit deinem Lieblingsprogramm oder einem Online-Tool wie Canva.

Du kannst aber auch ganz altmodisch und nicht weniger aussagekräftig auf Tonkarton oder Tapete recherchieren, blättern, ausdrucken, ausschneiden, verschieben, anordnen und aufkleben und so den kreativen Prozess wie in deiner Kindheit starten.

Zuerst kannst du alles sammeln, was dir stimmig erscheint.

Dann kommt der schwierigste Teil: das Sortieren. Nur die Favoriten, die perfekt zu deinem Stil passen, kommen auf dein Moodboard. Dabei solltest du nicht nur nach deinem eigenen Geschmack auswählen, sondern auch daran denken, was deinen Wunschkund:innen gefallen würde. Stell dir einfach vor, dass diese Person mit dir am Tisch sitzt, während du aussuchst.

Priorisiere, tausche aus, überklebe... Lass das Ganze ruhig ein paar Tage liegen, wirken und reifen. Wichtig: Beim Suchen, Sammeln und Basteln immer wieder die Augen schließen und nach innen spüren.

Etwa 5–8 Bilder und Elemente sind ausreichend. Es dürfen aber gerne mehr sein. Zunächst geht es darum, ein Gefühl für deine Marke zu bekommen, einen ersten Eindruck, ein grobes visuelles Konzept.

Und keine Sorge – es muss nicht perfekt und stylisch aussehen!

4. Was kommt alles auf ein Moodboard?

Es gibt keine Regeln. Auf dein Board kommt, was deine Unternehmensidentität zeigt und fühlbar macht. Was deinen einzigartigen Stil ausmacht und deine Marke unterstützt.

Die meisten Moodboards enthalten:

☑️ Bilder & Fotos
☑️ Text & Buchstaben
☑️ Farben
☑️ Muster & Formen
☑️ Texturen & Materialien

    Inspirierende Bilder & Fotos

    Du kannst natürlich auch deine eigenen Fotos und Bilder verwenden.

    Oder solche, die du aus deinem Zeitschriftenstapel ausgeschnitten hast.

    Wenn du online stöbern möchtest und auf der Suche nach kostenlosen Bildern bist, dann schau doch mal auf diesen Seiten vorbei:

    Es gibt unzählige weitere Anbieter von Stockfotos. Viele Moodboard-Tools haben viele Bilder, aus denen du direkt auswählen kannst. Auch bei Pinterest kannst du dich umsehen.

    Bitte beachte immer die Urheberrechte und Lizenzbedingungen. Das ist besonders wichtig, wenn du dein Moodboard teilen und öffentlich zeigen willst.

    Hier geht es zunächst nur um die Stimmung der Bilder, um einen ersten Eindruck. Du musst noch nicht konkret nach Fotos suchen, die du später tatsächlich für dein Branding verwenden möchtest.

    Moodboard-Inhalte: Bilder

    Schriften, Buchstaben & Wörter

    Hier kannst du einzelne Buchstaben, Wörter, Textelemente oder auch inspirierende Zitate einfügen.

    Kostenlose Schriften findest du bei Google Fonts. Schau dir dazu auch den Blogbeitrag „So findest du die passenden Google Fonts für dein Branding“ an.

    Hochwertige, kostenpflichtige Schriften findest du zum Beispiel bei MyFonts.

    Wenn du ein Online-Tool wie Canva, Adobe Spark oder Niice verwendest, kannst du auch dort zwischen vielen Schriften und Textelementen wählen.

    Moodboard-Inhalte: Schriften, Buchstaben & Wörter

    Farben & Farbpaletten

    Auch Farben transportieren Emotionen. Jede Farbe hat eine Bedeutung und eine eigene Kraft, die du für dein Branding nutzen kannst.

    Für dein Moodboard musst du noch keine ausgefeilte Farbpalette definieren. Eine erste Idee reicht.

    Für Inspirationen zu Farbwelten und Farbpaletten eignet sich Pinterest sehr gut.

    Wer etwas tiefer in die Materie einsteigen möchte, kann eines der zahlreichen Onlinetools nutzen. Hier eine kleine Auswahl:

    Wenn du mehr über die perfekten Farben für dein Business erfahren möchtest, dann schau dir den Blog-Beitrag „Farbparty im Kopf: Was Farben bedeuten und wie sie auf uns wirken“ an.

    Moodboard-Inhalte: Farben

    Muster & Formen

    Geometrisch & sachlich? Glamourös & elegant? Organisch & natürlich? Auch Muster und Formen sind Stilmittel, die deine Markenpersönlichkeit zeigen und Verbindung zu deinen Wunschkund:innen schaffen.

    Vielleicht lässt sich aus Elementen deines Logos ein Muster erstellen, das du für dein

    Branding, z.B. für deine Produktverpackungen verwenden kannst? Eine Kolibri-Zeichnung, die auf allen deinen Marketingmaterialien auftaucht? Abgerundete Ecken in deinen Werbematerialien? Bleibe auch hier einheitlich.

    Moodboard-Inhalte: Muster & Formen

    Texturen & Materialien

    Du möchtest Graspapier für deine Verpackungen verwenden oder deine handgefertigten Schmuckstücke in moosgrüne Stoffbeutel verpacken? Ab damit auf dein Board, entweder als digitales Bild oder als physisches Musterstück.

    Auch die Papiere, Give-aways, Requisiten für dein Fotoshooting oder die Dekoration deines Büros müssen zu deinen Werten und deiner Markenbotschaft passen. Sie gehören zu dir und sind ein Teil von dir. Entscheide dich also nicht nur für Farben, Schriften und ein Logo, sondern bleibe auch bei Bildwelten, Mustern, Formen und Materialien in deinem Branding konsequent. So entsteht eine unverwechselbare und wiedererkennbare Markenwelt.

    Moodboard-Inhalte: Texturen & Materialien

    Moodboard-Tools & Vorlagen

    Wenn du dein Moodboard digital erstellen möchtest, kannst du einfach dein Lieblingsprogramm verwenden. Egal ob Word, PowerPoint oder Photoshop.

    Alternativ kannst du auch eines der vielen Online-Tools nutzen. Das geht ganz einfach und ist meistens kostenlos. Oder du kannst direkt mit vorgefertigten Vorlagen arbeiten.

    Einige dieser Tools stelle ich dir hier kurz vor:

    Canva

    Mein Favorit ist Canva, weil es super einfach zu bedienen ist – perfekt, wenn du kein Design-Profi bist! Vielleicht verwendest du sowieso schon Canva für deine Social Media Grafiken? Es gibt viele Designs und Elemente wie Bilder, Grafiken, Schriften und Formen. Wähle einfach eine der Moodboard-Vorlagen aus und passe sie nach deinen Wünschen an.

    Pinterest

    Die Plattform Pinterest eignet sich wunderbar als Inspirationsquelle. Dort kannst du verschiedene Pinnwände erstellen und Bilder darauf zusammenstellen. Erstelle einfach eine neue Pinnwand für dein Moodboard und leg los. Aber Achtung, akute Verzettli-Gefahr! Plötzlich träumt man von der neuen Wohnzimmereinrichtung oder plant eine Kräuterspirale für den Garten. Ich spreche aus Erfahrung ;-)

    Tipp: Die Pinnwände sind in der Regel öffentlich. Damit deine Pinnwand aber nur für dich sichtbar ist, kannst du sie als „geheim“ einstellen.

    Adobe Express

    Auch mit Adobe Express kannst du dein Moodboard in wenigen Minuten per Drag & Drop erstellen.

    Hier wählst du zuerst ein Format aus. Dann kannst du entweder in der vorhandenen Bilderbibliothek stöbern oder eigene Fotos hochladen. Alternativ kannst du auch gleich eine der vorgefertigten Moodboard-Vorlagen auswählen.

    Anschließend kannst du Fotos austauschen oder einfügen und zwischen zahlreichen Gestaltungselementen wie Texten, Symbolen oder Illustrationen wählen.

    Niice

    Mit Niice kannst du ähnlich wie bei den bisher beschriebenen Tools nach Inhalten suchen. Entweder du suchst nach Inhalten oder du lädst sie hoch und fügst sie in deine Vorlage ein. Außerdem kannst du die Kacheln für die einzelnen Inhalte in Größe und Anordnung anpassen.

    Über einen privaten Link kannst du deine Pinnwand mit anderen teilen, die dir dann Feedback zu den einzelnen Elementen hinterlassen können.

    Du kannst Niice erst nach einer kostenlosen Registrierung nutzen, da das Tool kostenpflichtig ist. Es gibt jedoch eine kostenlose, eingeschränkte „Free“-Version.

    Moodboards sind niemals fertig – und das ist gut so

    Nichts ist in Stein gemeißelt.

    Oder für immer auf Papier.
    Oder für alle Ewigkeit im Computer gespeichert.

    Du weißt ja: Das Leben ändert sich und dein Business entwickelt sich weiter.
    Komm jederzeit wieder und passe dein Moodboard an, denn es wächst mit dir.

    Hast du schon mal ein Moodboard für dein Branding erstellt? Oder bist du gerade dabei?

    Wenn du deine Markenfarben noch gezielter auswählen willst, hol dir meinen FarbFiesta-Guide – mit praktischen Tipps, die du sofort umsetzen kannst!

    Oder lies direkt den nächsten Blog-Beitrag: 
    🟣 Farbparty im Kopf: Was Farben bedeuten und wie sie auf uns wirken

    Grafiken in diesem Blogbeitrag erstellt mit Canva, mit Grafiken von Canva, Stockfotos von Styled Stock Society und eigenen Zeichnungen. 
    Werbung wegen Markennennung: Dieser Beitrag erwähnt und verlinkt Marken und Tools. Es handelt sich um eine unbezahlte Empfehlung ohne Sponsoring oder Affiliate-Links.

    Annika Lind
    Annika Lind
    Hey, ich bin Annika – deine Kreativpartnerin für ein Brand Design, das dich auf den ersten Blick widerspiegelt. Ich helfe dir, ein Branding zu entwickeln, das nicht nur professionell aussieht, sondern sich auch richtig gut anfühlt – weil es wirklich deins ist. Kein Schema F, sondern ein Design, das zu dir, deiner Vision und deiner Persönlichkeit passt. Und ich zeige dir, wie du es easy in deinen Alltag integrierst. Ein bisschen Konfetti darf natürlich auch nicht fehlen – genau wie meine Ohrringe!

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